Millionen Deutsche gehören einer Risikogruppe an. Sie auch?

Die Acetaldehyd-Gefahr betrifft jeden. Es entsteht aufgrund der Tätigkeit der Mikroorganismen im Darm und auch im Mund aller Menschen. Die Säuren eines normal funktionierenden Magens zerstören jedoch die durch das Schlucken in den Magen gelangenden Bakterien und Hefepilze der Mundflora, sodass sich im Magen kein Acetaldehyd bilden kann. Zu den verschiedenen Risikogruppen gehören diejenigen Menschen, deren Magen aus irgendeinem Grund „säurefrei“ ist. Ein Magen kann entweder infolge einer atrophischen Gastritis oder der Einnahme von säurehemmenden Medikamenten säurefrei sein. Daneben gehören Personen zur Risikogruppe, deren Magen von einer Helicobacter-Infektion befallen ist.

Ein säurefreier Magen kann die Bakterien und Hefepilze der Mundflora nicht zerstören, die somit im Magen gedeihen und sich vermehren können. Die Mikroorganismen wiederum produzieren im Magen aus Alkohol und Zucker größere Mengen an Acetaldehyd und erhöhen für zur Risikogruppe gehörende Menschen das Magenkrebsrisiko. Auch Helicobacter produziert im Magen tatkräftig Acetaldehyd. Außerdem enthält Tabakrauch hohe Konzentrationen an Acetaldehyd, das sich beim Rauchen schnell im Speichel auflöst und mit dem Speichel beim Schlucken in den Magen gelangt.

Millionen Deutsche gehören oft völlig ahnungslos in eine der Acetaldehyd-Risikogruppen. Gehören Sie zu einer der folgenden Gruppen?

  • Sie leiden an einem säurefreien Magen
  • Sie verwenden säurehemmende Medikamente
    (PPI* oder H2-Blocker*) z. B. zur Behandlung von Sodbrennen oder Beschwerden der oberen Bauchregion
  • Sie haben eine Helicobacter-Infektion

Mit dem Acetium-Test können Sie feststellen, in welchem Maße Sie Acetaldehyd ausgesetzt sind.

*) PPI-Wirkstoffe sind u. a. Omeprazol, Pantoprazol und Lansoprazol; H2-Blocker Wirkstoffe sind u. a. Famotidin, Cimetidin und Nizatidin. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Magenmedikament zu den PPI oder H2-Blockern gehört, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.