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Gefahren des Nikotins

Nikotin-Ersatzprodukte stellen die häufigste Form von nicht verschreibungspflichtigen Produkten dar, die helfen sollen, mit dem Rauchen aufzuhören. Wie der Name bereits verrät, enthalten diese Produkte Nikotin, wodurch die Nikotinabhängigkeit bestehen bleibt.

Nikotin ist ein toxisches und Abhängigkeit erzeugendes Alkaloid, das in Tabakpflanzen vorkommt. Aufgrund seiner Eigenschaften wird es nicht nur in Tabak und Nikotin-Ersatzprodukten eingesetzt, sondern auch in Insektiziden.

Auswirkungen von Nikotin auf den Körper

Nikotin ist ein Neurotoxin. Es erhöht die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Kontraktion des Herzmuskels, der oberflächlichen Venen und der Herzkranzgefäße. Dies führt zu einer Belastung des Herzens und steigert das Risiko von Infarkten.

Durch einen anhaltenden Nikotinkonsum entwickeln Menschen eine Toleranz gegenüber dem Toxin. Dadurch sind immer höhere Dosen erforderlich, um die Symptome der Sucht zu befriedigen, was in einem Teufelskreis der Abhängigkeit endet. Erkrankungen im Zusammenhang mit Tabakkonsum sind Erkrankungen, die sich aus einer körperlichen, psychologischen und sozialen Abhängigkeit infolge des Rauchens ergeben.

Nikotin-Abhängigkeit bezieht sich auf die Veränderungen der Zahl und Funktion der Nikotinrezeptoren im zentralen Nervensystem infolge des Konsums von Nikotin, was zu körperlichen Entzugserscheinungen führt, wenn die betreffende Person aufhört, zu rauchen. In Bezug auf pharmakologische und Verhaltensfaktoren ähnelt die Nikotin-Abhängigkeit der Abhängigkeit von anderen Substanzen.

Gemäß der internationalen psychiatrischen Klassifizierung erfüllt Nikotin-Abhängigkeit die Kriterien einer chemischen Abhängigkeit. Die wichtigsten Mechanismen bei der Entstehung einer Nikotin-Abhängigkeit sind eine erhöhte Toleranz im zentralen Nervensystem, der Nikotin- Stoffwechsel in der Leber sowie genetische Faktoren, die sich auf diese Faktoren auswirken. Bei jungen Menschen spielt auch die Wirkung von Nikotin auf die Gehirnaktivität eine besonders wichtige Rolle. Eine Nikotin-Abhängigkeit entwickelt sich schnell. Es bestehen aber individuelle Unterschiede, die von verschiedenen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren abhängen. Das in Zigaretten, Schnupftabak und anderen Tabakprodukten enthaltene Nikotin spielt bei der Entwicklung einer Abhängigkeit die größte Rolle, aber Tabakrauch enthält darüber hinaus auch andere Chemikalien, die sich auf die Entstehung einer Abhängigkeit auswirken.

Mit einer zunehmenden Toleranz des Körpers gegenüber Nikotin erhöht sich das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Nikotin schädigt zudem die Funktion der Endothelzellen in den Blutgefäßen.

Toxizität von Nikotin

In großen Mengen lähmt Nikotin das Nervensystem und führt zu einer Vergiftung. Bei Kindern kann es bereits durch das Essen einer einzigen Zigarette zu einer Nikotinvergiftung kommen. Durch das Nikotin in Flüssigkeitspatronen für E-Zigaretten kam es zu Fällen von tödlichen Vergiftungen bei Kindern. Auch bei Erwachsenen kann bereits die Aufnahme von nur 60 mg Nikotin tödlich sein, wenn die Person nicht an die Aufnahme von Nikotin gewohnt ist. Diese Menge entspricht 30-40 Zigaretten oder 2-4 Patronen für E-Zigaretten.

Nikotin in Tabak und Nikotin-Ersatzprodukten

Die höchsten Konzentrationen an Nikotin findet man in Tabakprodukten wie Zigaretten, Schnupftabak oder elektrischen Zigaretten. Der Nikotingehalt von E-Zigaretten kann variieren. Ein Vergleich zwischen 11 verschiedenen Produkten ergab, dass der Nikotingehalt pro Zug zwischen 0 und 35 Mikrogramm schwankte. Beim Rauche von Zigaretten beträgt der Nikotingehalt 152–193 Mikrogramm pro Zug. Mit anderen Worten: Fünf Züge von einer E-Zigarette enthalten die selbe menge an Nikotin wie ein Zug von einer herkömmlichen Zigarette. Die durchschnittliche Dosis, die beim Rauchen einer Zigarette aufgenommen wird, liegt bei 1 mg pro 5–10 Zügen, abhängig von der Rauchtechnik . Ähnliche Dosen wurden bei Rauchern von E-Zigaretten gemessen. Zudem wurden bei Nutzern von E-Zigaretten ähnlich starke Abhängigkeitssymptome beobachtet wie bei Rauchern herkömmlicher Zigaretten.

Nikotin-Ersatzprodukte enthalten ebenfalls Nikotin, da sie darauf basieren, die Nikotin- Abhängigkeit aufrechtzuerhalten.

Tabelle/Infografik: Veröffentlichung des British Medical Journal, November 2014: Zusammenfassung der Dosen von Nikotinprodukten und der daraus resultierenden Nikotinkonzentration im Körper

Quellen: https://www.thl.fi/fi/web/alkoholi-tupakka-ja-riippuvuudet/tupakka/tupakoinnin-lopettaminen/mita-on-tupakkariippuvuus http://www.terveyskirjasto.fi/terveyskirjasto/tk.koti?p_artikkeli=dlk01065&p_haku=nikotiini