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Häufig gestellte Fragen zur Acetium-Kapsel

Wie wirkt Acetium?

Das in Acetium enthaltene L-Cystein bindet Acetaldehyd und bildet daraus die unschädliche Verbindung Methylthiazolidin-Carbonsäure (MTCA). Gleichzeitig senkt es den Gehalt an freiem Acetaldehyd im Magen auf unschädliche Konzentrationen.

Wie wirksam ist Acetium?

Einer klinischen Studie zufolge verringert es die Konzentration von Acetaldehyd im Magensaft durchschnittlich um 63 %, was ausreichend ist, um eine Konzentration unterhalb der Risikoschwelle zu erreichen.

Wie schnell tritt die Wirkung ein?

Die Kapsel beginnt sofort zu wirken.

Woher weiß ich, ob ich Acetium einnehmen sollte?

Wenn Sie einen Protonenpumpenhemmer einnehmen oder an einer Helicobacter-pylori-Infektion oder atrophischer Gastritis leiden, sollten Sie Acetium einnehmen. Wenn Sie an Magenschmerzen leiden, aber die Ursache nicht kennen, kann Ihnen der GastroPanel-Bluttest auf einfache Weise Aufschluss über Ihre Magengesundheit geben. Weitere Informationen über den Test können Sie bei Ihrem Arzt erfragen, oder besuchen Sie die Website www.gastropanel.net. Mit dem auf dieser Website beschriebenen Acetaldehydrisiko-Test kann ebenfalls ermittelt werden, ob Sie mit der Einnahme von Acetium beginnen sollten.

Ist Acetium ein Medikament?

Acetium ist kein Medikament, sondern ein in Apotheken erhältliches rezeptfreies Produkt. Acetium wurde von der finnischen Arzneimittelbehörde Fimea als Medizinprodukt eingestuft.

Warum ist Acetium kein Medikament?

Da L-Cystein eine natürliche Aminosäure ist, handelt es sich nicht um eine chemische Substanz, wie sie in Medikamenten zum Einsatz kommen. Zudem wirkt Acetium direkt im Magen und geht nicht wie ein Medikament in den Blutkreislauf über.

Wie hoch ist die tägliche Dosis von Acetium?

Sie sollten zu Ihrer Hauptmahlzeit 1 bis 2 Kapseln einnehmen. Wenn Sie auch Alkohol oder andere Produkte mit hohem Acetaldehydgehalt konsumieren, ist die empfohlene Dosis 2 Kapseln.

Wie viel L-Cystein ist in der Tagesdosis enthalten?

Die Menge an L-Cystein beträgt je nach Dosierung 300 bis 800 mg. Die empfohlene maximale Tagesdosis Acetium liegt bei 1 g L-Cystein.

Warum wird Acetium während Mahlzeiten eingenommen?

In einem Magen mit fehlender Säure im Magensaft wird Acetaldehyd entweder aus Kohlenhydraten (Zuckern) in Nahrungsmitteln oder Alkohol gebildet. Acetium sollte daher eingenommen werden, wenn der Magen Speisen oder Getränke enthält, die zur Bildung von Acetaldehyd führen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nein. Das in Acetium enthaltene L-Cystein ist eine natürliche Aminosäure.

Kann es eine allergische Reaktion hervorrufen?

Nein. L-Cystein ist eine natürlich vorkommende Aminosäure. Die anderen Bestandteile von Acetium sind ebenfalls weit verbreitet und unbedenklich.

Wo wird das Produkt hergestellt?

In Finnland bei einem finnischen Arzneimittelhersteller.

Wann kann ich die Anwendung beenden?

Personen, die an einer chronischen Helicobacter-pylori-Infektion oder atrophischer Gastritis leiden, sollten Acetium dauerhaft einnehmen. Personen, die Antazida (Säurehemmer) einnehmen, können die Anwendung von Acetium beenden, sobald sie die Medikamenteneinnahme beenden.

Kann ich es zusammen mit Magen-Darm-Medikamenten verwenden? 

Ja.

Kann ich es während der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen?

Die Wirkung von Acetium bei Schwangeren oder stillenden Müttern ist noch nicht untersucht worden, weshalb von der Anwendung in diesen Fällen abgeraten wird.

Dürfen Kinder es einnehmen?

Die Wirkung von Acetium bei Kindern ist noch nicht untersucht worden, weshalb von der Anwendung bei Kindern abgeraten wird.

Werden die Kosten in Finnland von der finnischen Sozialversicherungsanstalt (Kela) übernommen?

Da Acetium nicht als Arzneimittel zugelassen ist, wird es von der Kela nicht erstattet, auch dann nicht, wenn ein Arzt es verordnet.

Bei welchen Erkrankungen darf Acetium nicht eingenommen werden?

Sie sollten Acetium nicht einnehmen, wenn Sie an schwerer Niereninsuffizienz oder Cystinurie leiden.

Wie unterscheidet sich Acetium von anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Magensäuremangel?

Acetium ist kein Arzneimittel oder Produkt zur Behandlung des Magens. Sein Zweck besteht darin, den Auswirkungen von krebserregendem Acetaldehyd vorzubeugen, das bei Magensäuremangel im Magen gebildet wird. Für Anazidität des Magens (Magensäuremangel) gibt es kein Heilmittel. Acetium ist weltweit das erste Produkt, das Patienten nach dieser Diagnose empfohlen werden kann.

Wurde es an Tieren getestet?

Nein. Dies wäre auch unsinnig, da sich die Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt von Tieren vollständig von denen beim Menschen unterscheiden. Außerdem sind Sicherheitstests nicht notwendig, da Acetium nur eine natürliche Aminosäure enthält, die wir auch über unsere Nahrung aufnehmen.

Wurde es bei Menschen getestet?

Ja. Die klinische Prüfung ergab, dass Acetium bei Patienten mit Magensäuremangel ca. 70 % des aufgrund von Alkohol gebildeten Acetaldehyds bindet.

Kann ich ohne gesundheitsschädliche Wirkungen mehr Alkohol trinken?

Acetium ist nicht dazu bestimmt, den Alkoholkonsum sicher zu machen. Es beugt beispielsweise weder Leberzirrhose oder Leberkrebs noch Schädigungen des zentralen Nervensystems vor. Langzeitstudien sind nötig, um zu ermitteln, in welchem Maß Acetium Magenkrebs vorbeugen kann. Nach heutigem Kenntnisstand senkt Acetium die Menge an krebserregendem Acetaldehyd bei Menschen mit Anazidität des Magens signifikant.

Wird L-Cystein über die Nahrung aufgenommen?

Ja, aber dadurch wird nicht dieselbe Wirkung erzielt. Über die Nahrung aufgenommenes L-Cystein wird erst im Zwölffingerdarm freigesetzt, wo es rasch in den Blutkreislauf übergeht. Das L-Cystein in Acetium wird nach und nach direkt im Magen freigesetzt, wo es eine Verbindung mit Acetaldehyd eingeht.

Was ist Cystein?

Cystein ist eine natürlich vorkommende Aminosäure. Das L-Cystein in den Acetium-Kapseln ist pflanzlichen Ursprungs. Es wird mit dem gleichen Verfahren hergestellt wie beispielsweise Penicillin.

Sind ähnliche Cysteinprodukte erhältlich?

Ja, aber sie sind nicht in der Lage, den Auswirkungen von Acetaldehyd vorzubeugen. Das L-Cystein in Acetium wird nach und nach direkt im Magen freigesetzt, während das Cystein in anderen Produkten im Zwölffingerdarm in den Blutkreislauf übergeht.

Welche alkoholischen Getränke enthalten am meisten Acetaldehyd?

 Zu den alkoholischen Getränken, die das größte Acetaldehydrisiko bergen, gehören Calvados, Sherry, Portwein und Cider.

Wie lange ist Acetium haltbar?

Wie im Beipackzettel aufgeführt, ist Acetium mindestens 2 Jahre haltbar.

Was ist Acetaldehyd?

Acetaldehyd ist das Haupt-Stoffwechselprodukt von Alkohol und in vielen Nahrungsmitteln und Getränken enthalten. Acetaldehyd wird entweder während des Gärungsprozesses gebildet oder aufgrund seines apfelähnlichen Geruchs als Aromastoff zugesetzt. Hunderte Tonnen Acetaldehyd werden jedes Jahr für Anwendungen in der Industrie hergestellt. Manche Zutaten, wie z. B. Früchte, enthalten ebenfalls Acetaldehyd.

Warum ist Acetaldehyd gefährlich?

Die WHO hat Acetaldehyd als krebserregenden Stoff der Gruppe 1 eingestuft. Damit befindet es sich in derselben Risikogruppe wie zum Beispiel Asbest, Tabak und Benzol.

Ist Acetaldehyd für jeden gleich gefährlich?

Ja, aber Personen, die Antazida einnehmen oder an atrophischer Gastritis oder einer Helicobacter-pylori-Infektion leiden, sind Acetaldehyd stärker ausgesetzt als die übrige Bevölkerung.

Ab welcher täglichen Aufnahmemenge stellt Acetaldehyd ein Risiko dar?

Schätzungen zufolge sollte die tägliche Acetaldehyddosis eines normalgewichtigen (70 kg) Erwachsenen nicht mehr als 0,4 Milligramm betragen. Basierend auf diesem Grenzwert sollte die Acetaldehydkonzentration in alkoholischen Getränken oder Speisen bei einer täglichen Aufnahme von ungefähr 100 ml die Menge von 50 μmol/l nicht überschreiten. Dieser sichere Grenzwert entspricht den Erkenntnissen aus Studien zur erbgutverändernden Wirkung von Acetaldehyd. In Verbindung mit Alkoholkonsum finden sich im menschlichen Darm vergleichbare oder höhere Konzentrationen von Acetaldehyd, das von Mikroorganismen produziert wird. Acetaldehydkonzentrationen in Nahrungsmitteln und Getränken variieren erheblich und die Mengen übersteigen die sicheren Grenzwerte im schlimmsten Fall um mehr als das Tausendfache. Die größten Mengen sind in alkoholischen Getränken (insbesondere Calvados, Sherry und Cider), fermentierten Erzeugnissen und Obst sowie Produkten auf Obstbasis enthalten.

Wo ist Acetaldehyd enthalten?

Die größten Mengen sind in Alkohol, Tabak sowie fermentierten Nahrungsmitteln und Getränken enthalten. Acetaldehyd wird auch als Aromastoff eingesetzt. Derzeit ist es nicht möglich, die Exposition gegenüber Acetaldehyd zu vermeiden, da der Gehalt an Acetaldehyd auf Nahrungsmitteln und Getränken in der Regel nicht ausgewiesen wird.

Bildet jeder Mensch Acetaldehyd?

Ja. Im Darm und Mund jedes Menschen befinden sich Mikroorganismen, die Acetaldehyd produzieren. Im Magen wird es jedoch nur gebildet, wenn im Magensaft Säure fehlt. Dann können Mikroorganismen im Mund wachsen und sich im Magen vermehren, wo sie große Mengen an Acetaldehyd produzieren. Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann ebenfalls zu einer hohen Acetaldehydkonzentration im Magen führen.